"Die Aufgaben der Farben" - Studie von Markus Weber
"Die Aufgaben der Farben"
Studie von Markus Weber
Vorwort
Text von Roland Aull © (Farbe & Gesundheit)
In unterschiedlichen Berufsgruppen wird Farbe nach branchenspezifischen Gesichtspunkten eingesetzt:
Maler sehen in der Farbe vor allem ein Anstrichmaterial, Farbgestalter nutzen sie nach ästhetischen Gesichtspunkten, Innenarchitekten stellen ihre funktionalen Aspekte in den Vordergrund und für Heilpraktiker ist Farbe ein Therapeutikum. Nur wer über den Tellerrand der eigenen Arbeitsbereiche blickt, kann sich das Potenzial der Farbwirkung umfassend erschliessen. Diese bislang nur in Insiderkreisen bekannte Farbwirklichkeit wurde auf dem Symposium "Farbe und Gesundheit" im November 2003 erstmals diskutiert. Da Gesundheit die Märkte der Zukunft bestimmt, können die Chancen auf Grund eines neuen Verständnisses von Farbe nicht hoch genug eingeschätzt werden.
Warum Farben in unserem Leben eine so wichtige Rolle spielen
Text von Markus Weber ©
Über die Biene
Die Bienen sind auf der ganzen Welt zu sehen. Besonders auch in der Schweiz.
Als ich ein Bild vom Schweizerland gemalt habe und dabei an das Schweizerkreuz dachte, hatte ich die Empfindung, dass unsere Bienen wie das Kreuz unseres Landeswappens für unsere Schweiz stehen.
Ich habe gesehen im Tal draussen, wo mein Papi immer gut zu den Bienen schaut, wie diese kleinen fleissigen Tierchen von den vielen wunderschönen Blüten den Nektar holen. Von diesem entsteht danach der feine Honig, der zu unserem Land passt.
Darum habe ich für den Blütenhonig die Biene gemalt, welche bei Ihrer Arbeit an der Blüte ist.
Der Herbstwald
Jetzt wo die Wälder so bunt in ihrem Herbstgewand daher kommen, ist die Zeit der Bienen gekommen, sich langsam auf den Winterschlaf vorzubereiten, damit sie im Frühling wieder fleissig an die Arbeit gehen können. Die Stimmung des Herbst hat meine Blicke in die Ferne schweifen lassen, wo ich sah, dass unser Land als Berge mit Wald und Himmel erscheint.
Darum habe ich ein weiteres Bild für den Waldhonig gemalt, wo nur die Biene im Vordergrund an der Arbeit ist und dahinter nur Waldbewachsene Berge dunkel zwischen Himmel und Erde stehe.
![]()
Die göttlichen Farben
Blau ist die Farbe des Himmels, deshalb ist die blaue Farbe auch die göttliche Farbe – die ewige Farbe.
Und nicht zufällig wird zu diesen Begriffen der Farbdeutung an zweiter Stelle Grün genannt.
Den Grün ist irdisch und die Farbe der Mutter Natur, die von Gott geschaffen wurde.
Im Farbklang verbinden sich Blau und Grün, verbinden sich Himmel und Erde und mit dem Grün wird das göttliche Blau zum menschlichen Blau.
Die Farben und ihre Wirkung auf unsere Gesundheit
![]()
Jahreszeiten
Text von Markus Weber ©
Der Frühling
Frühling, die Jahreszeit mit vielen Schneeglöckchen, Osterglocken, Krokusse, und viele andere frisch gesprossenen Blumen, die den Frühling einläuten.
Und obwohl das ganze Jahr hindurch Sonne, Regen, Schnee und Wind die Zeiten beherrscht, ist nur im Frühling der Moment, wo das Leben erwacht.
Alle Blumen und Knospen schiessen hervor und entfalten Ihre ganze Pracht.
Die Sonne sendet Ihre Strahlen wärmer als sonst und wenn sie durch die kalten Fenster ins Haus hinein scheint, glitzern auf dem Glas die Strahlen in allen Regenbogenfarben, gleich wie der Frühling, der aufgewacht ist.
Nun beginnt die Zeit der Natur, wieder ihren gewohnten Lauf zu nehmen, Tag für Tag, wie die Menschen selbst.
Am Morgen öffnen sich die Blüten, am Abend schliessen Sie sich wieder, als würden Sie wie wir zu Bett gehen.
Und doch ist etwas Besonderes zu entdecken in dieser Jahreszeit. Die Farben der Natur sind so intensiv und bunt gemischt, als wären sie gerade neu entstanden, um allein für den Frühling zu leuchten. Dazu verzaubern sie uns Menschen mit ihrem frischen blumigen Duft, der nur in dieser Zeit besteht.
Der Sommer
Ohne Übergang vom Frühling scheint sich der Sommer einzufinden.
Doch er zeigt sich für den guten Beobachter, wenn langsam im Mai die Farben etwas verblassen.
Das saftige Grün der Wiesen geht über in ein mattes Grün und der Bauer mäht den ersten Schnitt für seine Tiere.
Ein würzig feiner Grasgeschmack liegt in der Luft und plötzlich scheint die Sonne heisser auf die Erde herab, als wollte sie alles anbrennen.
Diese Hitze verbreitet Trockenheit und zeigt die Natur in neuen Farben. Wo einst leuchtende Blumenwiesen standen, stehen nun matt gefärbte Weideflächen.
Eine wohltuende Wärme stellt sich ein, die manchmal sogar unangenehm heiss werden kann.
Und einzig der Regen bricht diese Stimmung und lässt die Natur zur Ruhe kommen.
Dann liegt ein kühler Sommergeruch in der Luft und für einen kurzen Moment sind die Farben frisch gewaschen und strahlen.
Doch schnell holt sich die Sonne ihren Tribut zurück und mit ihrer Wärme begleitet sie die Natur im staubig trockenen Klima zum Herbst.Der Herbst
Meist durch ein grollen am Himmel kündet sich der erste Herbsttag an und im nu bricht ein tosendes Gewitter los.
Starke kühle Winde tragen plötzlich die sommerliche Wärme davon und ein Regenschauer überzieht das Land.
An den Bäumen und Sträuchern macht sich über Nacht ein unbekannter Künstler ans Werk und zeigt die ersten orangerot gefärbten Blätter.
Und als wollte sie nicht mehr, beginnt sich die Sonne immer mehr hinter grossen grauen Regenwolken zu verstecken.
Ein diffuses Licht durchbricht den Himmel und ein Schattenspiel der Wolken beginnt auf dem Boden zu tanzen.
Die Natur rund herum legt sich ein neues prächtiges Farbengewand an und zeigt sich von seinen besten roten bis braunen Tönen.
Einige Bäume stehen gar in feurigen Farben, als würde es immer während brennen.
Andere Pflanzen legen ihr saftiges Grün ab und hüllen sich neu in Gelb bis Violett.
Doch nur kurz ist diese Erscheinung zu bestaunen, da reissen heftige Winde an der Natur und tragen Blatt für Blatt fort an einen andern Ort.
Zurück bleibt ein karges Gerippe unter grauem Himmelsdach, eingehüllt in Nebel und Dunst und wartend auf den nahenden Winter.Der Winter
Lange Nächte stellen sich ein und die Welt versinkt in Dunkelheit.
Nur kurz für ein paar Stunden noch sendet die Sonne ihre wärmenden Strahlen.
Ein kühler Wind zieht übers Land und ein Geruch von Schnee und Eis liegt in der Luft.
Schon längst hat die Natur ihre bunten Farben verloren und ein Spiel von Schatten und Licht taucht die Umgebung in Schwarz und Weiss, Dunkel und Hell.
Da fallen auch schon die ersten Schneeflocken vom Himmel herab und legen der Welt einen weissen Mantel an.
Dazu verzieren sie jede Ecke und Kante mit einzigartigen Eiskristallen, in denen bei genauem betrachten wieder alle Farben spiegeln, die ein Regenbogen hat.
Und obwohl es nur wenige Stunden Tag ist, bleibt es auch in der Nacht hell und übersichtlich, weil der Schneemantel das wenige Licht der Sterne und des Mondes reflektiert.
Von diesem Zauber in den Bann gezogen, zieht es die Menschen doch hinaus in die Kälte, um im Schnee herum zu toben und die frische Luft zu geniessen.So hat jede Jahreszeit seine schönen bunten Seiten die von einem passenden Duft begleitet ist.
Für mich als Künstler ist es die Herausforderung, mit meinen Farben passende Bilder zu malen, um diese Gefühle der Jahreszeiten allein durchs betrachten der Gemälde zu spüren.



