Biografie von Rolf Stöcklin, 4410 Liestal
Am 4. Januar 1935 bin ich in Binningen zur Welt gekommen.
Dort verbrachte ich auch einen grossen Teil meiner Jugend und absolvierte später eine Maurerlehre.
Als ich gerade 17 Jahre alt geworden war, erkrankte ich schwer an Gelbsucht.
Hinzu kamen weiter plötzliche Herzbeschwerden, Atemnot, grausame Angstzustände und schwerste Depressionen, die bis heute nicht mehr aufhörten und mein ganzes Leben prägten.Mit dem gerade erlernten Beruf konnte ich unmöglich Schritt halten und meine schwere Krankheit zwang mich, nur noch unwichtige Job’s wie Bankbote oder dergleichen zu machen.
Immer mehr wurde ich von den Anforderungen dieser Welt verdrängt und mein Leben war unausgef üllt.Da ich schon als kleiner Bub immer gerne malte, entschloss ich mich, in meiner immer grösser werdenden Freizeit der Kunst zu widmen.
Mein Interesse galt vor allem der modernen und abstrakten Kunst, was mich dazu führte, Experimente mit Beton durch zu führen.
So schuf ich in den 70ziger Jahren einige Werke, welche zum Teil heute noch als Fassadenkunst an Schulhäusern zu sehen sind.
Als ich mich dann in die Lektüren von Van Gogh vertiefte, sah ich mein Talent in der modernen Bilderkunst gefunden zu haben.
Ich fing an, Gesichter, Menschen, stille Situationen und Landschaften zu malen.
Die Ideen kamen mir in meinen immer wieder kehrenden langen Spitalaufenthalten, wo ich mit meinen Augen viel Traurigkeit und Leid gesehen und erlebt habe.
Wen ich nach den Therapien wieder zu Hause war und in mein kleines Atelier kam, packte mich meine gestalterische Energie und ich malte gleichwohl 10 Bilder hintereinander, jedoch in abwechselnden Farbtönen.
Mein Ziel war plötzlich, eine Symmetrie der Bilder zu schaffen, als wären sie verschiedene Briefmarkensujets. So schuf ich in den letzten Jahren diverse Bilderserien, teilweise in Grossformaten von bis zu ein auf zwei Meter Spannweite, mit einer Stückzahl von ca. 100 Exemplaren.
Andererseits war es immer mein Wunsch, eine Tunnel oder Korridorgalerie mit immer gleich kleinen Bildern in wechselnden Farben zu gestalten.
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Heute stehen in meinem Atelier gegen 1000 Bilder, die geschaffen sind, um Spitäler, Bürohäuser, Banken, Versicherungen, Heime, Bahnhöfe und weitere derartige Gebäude mit Kunst zu verändern und leben zu lassen.
Da jedoch viele Menschen nicht unbedingt auf modern abstrakte Kunst stehen, gibt es auch nur wenige Kaufinteressierte. Darum verschenke ich oft meine Bilder einfach so, um anderen Menschen eine Freude zu machen.
Dies macht mich schon Glücklich genug, meine eigenen Probleme und Schmerzen zu vergessen.Ihr Rolf Stöcklin